Kategorie: OBOS

OBOS fegen die Pinguine vom Eis

Auf die neue Saison hatten wir uns wie jedes Jahr sehr seriös vorbereitet und konnten es kaum erwarten, endlich wieder einmal ein Spiel absolvieren zu dürfen. Als Konsequenz des ganzen Theaters mit der NHLPA hat das OBOS Management darauf verzichtet, Lockout Spieler zu engagieren. Dies obwohl wir x Anfragen von bekannten Spielern hatten und die meisten Spieler von ihren Agenten fast zum Nulltarif angeboten wurden (ja, was macht man nicht  alles um einmal in seiner Karriere in einem EHC Swissair Leibchen bei den OBOS mitspielen zu dürfen) und sich auch SF DRS, ESPN und CBC in die Angelegenheit eingeschaltet haben und von ihrer Seite aus Druck machten.. Zudem passen die wenigsten in unsere Mannschaft, da wir ja bekanntlich ein sehr spezielles aber perfekt funktionierendes Spielsystem pflegen. Darum: Wir blieben hart.

Motiviert bis unter die Zehennägel und mit Jimmy „der Wand“ im Tor fegten wir die Flying Penguins von der ersten Minute an vom Eis. Dies so gründlich dass die Eisfläche nur so blitzte. Leider vergassen wir dabei, dass wir damit das Spiel noch nicht automatisch gewonnen haben, da es ja auch noch so profane Dinge wie Tore verhindern und Tore schiessen gibt. Ok, das mit dem Tore schiessen klappte ganz ordentlich, erzielten wir doch 8 im ganzen Spiel. Aber das Tore kassieren klappte noch ein Quentchen besser. In Abwesenheit von unserem Chefstrategen Martin stellte sich dann in der Pause gleich ein neues, allerdings noch nicht optimal aufeinander abgestimmtes Taktikerteam vor die Mannschaft und sagte gefühlte 10 mal das gleiche in verschiedenen Worten. So wurde mir es wenigstens überliefert, da ich in der Pause damit beschäftigt war ein paar weitere Spieleragenten abzuwimmeln. Einer der ganz aufdringlichen wollte einen Sydney in unsere Mannschaft lotsen. Aber ehrlich, ein Spieler der Sydney heisst kann ja gar nicht gut sein. Ok, dass noch Sponsoren aus dem Erotik Milieu im Hintergrund sein sollen, machte die ganze Sache wieder irgendwie spannend, aber wir haben ja unsere Prinzipien.

In der zweiten Halbzeit wussten wir nun alle was geschlagen hatte und wie wir was umsetzen mussten und taten es dies dann auch. Aber leider war das Tore erhalten immer noch ein bisschen einfacher als das Tore schiessen. So reichte es am Schluss halt nur für ein gefühltes Unentschieden, was ja auch nicht schlecht ist. Was aber sofort Klaus Zaugg auf den Plan rief, welcher partout von mir ein paar knackige Statements bekommen wollte, wie wir in der Verfassung den Schweizer Meister Titel und den Stanley Cup zu gewinnen gedenken. Dabei hat er ja schon nach dem ersten Auftritt von Thornton/Nash beim HCD entschieden, dass diese den Titel holen. Ich habe ihn an meinen Psychiater verwiesen.

Darki

PCOT….der nicht geschriebene Bericht.

Eigentlich sollte hier der Spielbericht des PCOT stehen, welches im letzten April stattgefunden hat. Tut er aber nicht. Ist auch nicht meine Schuld. Ehrlich.

Der Spielbericht war schon fast geschrieben, als ich eine Email von Donald Fehr bekam. Ok, dieser Typ wird ja nicht allen bekannt sein, darum sei hier verraten, dass er der „Executive Director“ der NHLPA (das sollte nun jeder wissen) ist. Er teilte mir in diesem Mail kurz und bündig mit, dass die Gewerkschaft entschieden hat, dass wir keine Berichte mehr über das kanadische Eishockey publizieren dürfen, bis ein neues Labour Agreement mit den Teambesitzern zustande gekommen ist. Ich sah allerdings den Zusammenhang nicht zwischen PCOT und NHL da wir ja wirklich auf einem anderen Level spielen und antwortete ihm ebenfalls kurz und bündig mit einem John Ellis Zitat. Er rief mich dann ein paar Tage später an, und bat mich inständig, auf sein Begehren einzugehen, da er unter starkem Druck der Spieler stehe. Dies darum, da diese immer noch darunter leiden, dass wir ja den Stanley Cup geholt haben und nicht sie (vergleiche auch den Bericht des letztjährigen PCOT’s) und er seither nichts getan hat um ihre Chancen zu verbessern, den Cup gegen uns wieder zurückzugewinnen. Naja irgendwie tat mir dieser Typ leid und somit versprach ich ihm dann, dass ich für dieses Jahr eben nichts über unser Turnier schreiben werde. Nichts vom schlechten Wetter, vom Keller von Danny, von unserer speziellen Bedienung etc. Aber ich baute diverse Passagen in unseren OBOS Jahresbericht ein. Somit konnte für beide Seiten ein akzeptabler Konsens gefunden werden. Er bot mir dann an, sein Verhandlungsteam im aktuellen Vertragskampf zu verstärken, was ich dankend ablehnte. Etwas können diese Kanadier ja auch noch selber machen.

Somit weiss nun jeder, warum es keinen Bericht gab über das letzte PCOT und wie schon erwähnt ist es wirklich nicht meine Schuld. Leider darf ich die Korrespondenz mit Donald (ist sonst eigentlich noch ein ganz netter Kerl) nicht veröffentlichen, da dies die momentan laufenden Verhandlungen mit den NHL Bossen gefährden könnte. Aber wenigstens weiss jeder wie das zustande kam.

Darki

Den OBOS gehen zum Saisonende die Torhüter aus

Ich wusste ja schon immer dass wir eine super Mannschaft haben und es für einen Goalie bei uns nicht sehr einfach ist ins Spiel zu kommen. Ich kann mir auch vorstellen dass dieser Job in unserer Equipe der Undankbarste ist und ein Goalie sich manchmal sehr einsam und verlassen vorkommt. Grad in den letzten paar Spielen waren wir sehr oft mit anspielen im Mittelkreis beschäftigt. Dies hängt sicher damit zusammen dass während der letzten paar Saisons unser Defensivkonzept so ausgeklügelt wurde, dass es für jemanden, der nicht täglich damit konfrontiert wird, äusserst schwierig wird hier noch den Überblick zu behalten. Und es ist leider eine Tatsache geworden, dass wir gerade auch wieder diese Saison fast nie denselben Goalie in zwei aufeinanderfolgenden Spielen hatten. Darum verstehe ich es auch nicht ganz, dass wir am letzten Spiel schlussendlich auf einen Goalie unseres Gegners, den Veteranen aus Urdorf zurückgreifen mussten. Ok, deren Mannschaft wurde von einem Spieler angeführt, der sich Lolo Schmid nennt und (so wurde es mir wenigstens gesagt) sogar mal etwas konnte als er noch ligamässig spielte. Aber so wirklich überzeugt hat er mich nicht. Ich meine er hat ein paar Tore geschossen aber ok, machen wir ja auch ab und zu mal. Und je länger das Spiel dauerte desto mehr baute er eh ab und wenn wir auf 5 Drittel gespielt hätten dann wäre das am Schluss noch ein ganz einseitiger Sieg für uns geworden. Denn im 3. Drittel fing das Spiel an zu kippen wie das ausgeglichene Drittelsresultat zweifelsohne belegt. Aber wir waren ja bei den Goalies. Da Kurt leider zu diesem Punkt rekonvaleszent war habe kurzfristig seine Funktion übernommen und eine Mannschaft aufgestellt. Spieler für 2 Blöcke hatte ich schnell zusammen aber von Torhütern bekam ich rund ein Dutzend Absagen. Und es hatte ganz komische Ausreden dabei. Einer meinte z.B. dass er an dem Tag schon 2 Spiele habe. Na und? Er muss sich bei uns ja nur umziehen, ins Tor stehen und nach 2 Stunden ist die Sache schon wieder vorbei. Dafür kann er dann sagen, er sei mal bei uns im Tor gestanden was ihm in jeder Mannschaft fast schon einen Stammplatz garantiert. Ein anderer hat mich sogar extra via eine deutsche Nummer angerufen um mir zu sagen dass er beruflich im Ausland sei. Und dann gab es auch noch die banalen Absagen wir Arbeit, Termin beim Coiffeur etc. Aber naja. Spielen konnten wir trotzdem ein letztes Mal bevor es an unseren alljährlichen Saisonhöhepunkt geht. Das Turnier in Montreal. Da müssen wir ja noch den Stanley Cup abgeben. Offenbar wollen die den Topf dieses Jahr wieder jemand anderem abgeben. Und von dem melde ich mich das nächste Mal. Sayonara Boys und bis dann

Darki

Video: Fataler Griff zur Kalaschnikow und wie der Schuss nach hinten losging

Wir schreiben weder das Jahr 1942 als die sowjetischen Streitkräfte die militärische Gegenoffensive unter dem

Decknamen „Operation Uranus“ gegen die deutschen Truppen begannen, noch vom Einmarsch der Roten Armee

1979 in Afghanistan, doch aber von der Operation „Bassersdorfer Fasnacht 2012“

 

Bier und Schnaps – die Getränke der Völker, denen Nebel und Regen vertraut sind. ( H.Heine)

Samstag 18.Februar um ca. 18:20  trafen sich Grippen-Commander R.Koller, Rastafari Ja-Man Gaston und Swissair-Flugbeleiterin Astrid am Bahnhof Kloten, um die Reise in Richtung Kriegsgebiet „Bassersdorf“ in Angriff zu nehmen. Zu diesem Zeitpunkt herrschte auf dem Bahnhofperron ziemliche Leere. Doch die wenigen Reisenden waren beschäftig uns von Kopf bis Fuss mit Ihren Blicken abzuscannen, da gab es  zum einen einen G-Anzug, XXXL Joint und eine Swissair Umhängetasche zu durchleuchten….andere Blicke wiederum zogen uns komplett aus.

 

In vino veritas – im Wein liegt die Wahrheit….oder müsste es Vodka heissen ? (Alkäus)

Der Einmarsch in Bassersdorf verlief ohne nennenswerte Zwischenfälle, so dass wir pünktlich am vereinbarten Ort, dem Bolschoi-Theater von Darki & Anna ankamen und mit einem herzlichen „sdráßtwuj“ empfangen wurden. Was ich dort vorfand übertraf so ziemlich alle meine Vorstellungen, die ich bislang von „Russland & Wodka“ hatte. Mich kaum vom G-Anzug entledigt, wurde ich auch schon vom Hauseigenen „Russkiy Toy“ (russischer Kampfhund, gezüchtet von der Roten Armee um abgestürzte Jetpiloten das letzte Würstchen abzunehmen) schanzwedelnd begrüsst. Nur dank eines terranischen Ablenkungsmanövers von Rastafari Ja-Man Gaston konnte ich dem Tod entkommen. Dachte erst an eine Handgranate. Doch es stellte sich heraus, dass es sich dabei um einen Ball aus Naturgummi speziell entwickelt für die Kampfhund-Ablenkungsmanöver.

Hätte ich das zu diesem zum Zeitpunkt des Angriffs (ok, es war eine Begrüssung) gewusst, hätte ich mir nicht vor Angst, aber vor lachen in die Hosen gemacht. Merci Gaston. Nochmals auf das Bolschoi (bedeutet „Gross“) Theater zurückzukommen, damit ist die pompöse, spektakulär mit russischem Flair eingerichtete Wohnung/Haus von Darki, Anna gemeint. Da gibt es keine freie Ecke, die nicht mit einem Gegenstand oder Mitbringsel liebevoll dekoriert ist und entsprechend an die ferne Heimat, Russland erinnert. Theater, weil man bei Darki’s sprichwörtlich in die “russische Seele” blickt und traditionelle Helden russischer Volksmärchen wie „Brüderlein trink“ aus nächster Nähe mitverfolgen kann.

 

Wodka macht aus allen Menschen Russen. (Rebroff, Ivan)

Die Russen Feiern gerne und lieben es Leute zum Essen einzuladen. So hatten dann auch unsere Gastgeber Darki & Anna keine Mühen gescheut, entsprechend tradtionelles  wie Kaviar, mit modernem wie Wodka zu vermischen und uns, den Wessi’s, mal gehörig einzuheizen….was auch tadellos gelang…

Bevor wir uns aber über all die Köstlichkeiten hermachten, mussten wir erst einmal einen Wodka zu uns nehmen. Diesen aus einem tiefgekühlten Shotglas. Nie zuvor hatte ich einen solch einfachen Einstieg da dieser runterging wie sprichwörtlich „Wasser“…Doch der Schein trügte und ich musste mich eines Besseren belehren lassen. Es kam mir nicht nur so vor, nein, es war auch so, mussten wir doch nach jedem „Happen“ ein Glas Wodka „Kalaschnikow“ Der Starke (Genosse Darki verfügt über ein ansehnliches Sortiment an edlen Wodka’s) zu uns nehmen, der wie die vorangegangenen nach nichts schmeckte. Kaum das Kaviarbrötchen genüsslich verschlungen, folgte sogleich ein weiterer Trinkspruch, ein weiterer Wodka. Der Trinkspruch, erfahre ich, ist ein wichtiger Bestandteil des Wodkatrinkens. Er dient der Legitimation: „Trinken ohne Trinkspruch ist Trinksucht !     Aha. Als ich zum ersten Mal aufstehe (nach ca. 2 std.), knickt das Zimmer für einen kurzen, aber sehr irritierenden Moment zur Seite. Ein holpriger Ausfallschritt meinerseits rückt die Dinge wieder gerade…Als Grippen-Commander ist man sich solche Manöver natürlich gewohnt. Gekonnt habe ich mich der Situation angepasst so dass niemand meine halsbrecherische Flugakrobatik bemerkte. Zur vollen Aufklärung, es gab neben Wodka auch Bier ! An dieser Stelle möchte ich noch erwähnen, dass Anna und Astrid keine Runde ausliessen und jeden noch so zungenbrecherischen Trinkspruch auf sich nahmen und ohne mit den Wimpern zu zucken den Wodka in sich hinein schütteten..

Wir sollten das Leben verlassen wie ein Bankett: weder durstig noch betrunken. (Aristoteles)

 

Es war nun an der Zeit (ca. 22.30) sich für all die Guten Dinge zu bedanken, Rastfari Ja-Man Gaston hatte ja bereits den Russkiy Toy mit seinem Naturgummi-Ball tief in sein Herz geschlossen. Es lag nun ganz alleine an mir Genosse Darki auf russische Mig. 29 ähnliche Flugeigenschaften, mit möglicher Wasserung einzuschulen oder besser gesagt, herauszufordern. Da ich ja an diesem Abend die Grippen-Staffel 69 anführte und es sich dabei nicht um eine Übung, sondern um eine mögliche Bedrohung aus dem Luftraum Bassersdorf handelte, hatte ich all mein Equipment wie z.B. Verbandszeug, Schuhputzmittel, Taschenlampe, Euros, Stadtplan und natürlich eine Schwimmweste mit im Rucksack. Letzeres sollte die Fähigkeiten von Darki unter Beweis stellen. Darki musste unter strenger Beobachtung Anwesender Profis wie Rastafari Ja-Man Gaston, Grippen-Commander R.Koller, Swissair Flugbegleiterin Astrid, Babuschka Anna und nicht zu vergessen Kampfhund“ Russkiy Toy“, die an Ihn gestellte Prüfungsaufgabe „ Der gebrauch der Schwimmweste“ bestmöglichst erfüllen….Um Vergleiche zwischen der schweizerischen und russischer Überlebensausbildung genauer analysieren zu können, musste ein sogenannter „Übungsfilm“ gedreht werden. Dies konnte nur dank Kooperation der verschiedenen anwesenden Repräsentanten folgender Länder wie, Russland, Schweiz, Jamaika und Wodka umgesetzt werden. An dieser Stelle ein herzliches „spasibo”(russisch=danke) an alle Beteiligten.

Kein Geist ist in Ordnung, dem der Sinn für Humor fehlt. (R.Koller)

Rocky Balboa gegen Ivan Drago, diejenigen die sich noch an diesen Kampf erinnern mögen, wissen nur zu gut, wieviel Kraft und Schweiss es benötigte, um den russischen Koloss zu bodigen…Und genau so kam es mir vor, als sich Genosse-Darki schweren Schrittens (Er konnte es nicht lassen und zog sich den knapp 20kg schweren russichen Waffenrock über) in Richtung Schauplatz (Wohnzimmer) bewegte um die Prüfungsaufgabe in Angriff zu nehmen. Auch hier muss ich hinzufügen das diese Prüfung unter Stress & Wodka-Einfluss nur die Allerwenisten und nur die Erfahrensten unter allen Kampfpiloten bestehen können. Wir konnten förmlich die Angst und Nervosität in seinen Augen wahrnehmen und entschieden uns, zum sofortigen Abbruch…Denn wir alle waren der Meinung, dass man(n) eine solch halsbrecherische Prüfung nicht ohne einen Trinkspruch und mit zusätzlichem „Fuel“im Tank antreten könne, was sich als richtig herausstellte. Kurze Zeit später hiess es;  „Genosse Darki please prepare for Launch!“ Eigentlich benützt man den Ausdruck „Launch“ in der Raumfahrt beim Abschuss einer Rakete und nicht für eine Prüfungsaufgabe, wieso also dieser Ausdruck. Genosse Oberst  oder vielleicht doch lieber Kosmonaut Darki, denn wie schon erwähnt, durfte der Waffenrock der wirklich ohne zu übertreiben ein Gewicht von 10x Kampfhund „Russkiy Toy“ wog und aussah wie ein Kosmonauten-Anzug und die UschankaUschanka (russische Militär Mütze) auf dem Kopf entsprach fast dem Helm von Kosmonaut Juri Gagarin und somit war der Begriff „Launch“ angebracht.  Es stand nun nichts mehr im Wege und Kosmonaut Darki begann nun, sich der Prüfungsaufgabe zu stellen… shylaju uspjecha na ygsamini (russisch =Viel Glück für die Prüfung!)

 

Weil die Klugen immer nachgeben, regieren die Dummen die Welt. (unbekannt)Uschanka

Es wird nun immer schwieriger meine Erinnerungen abzurufen, da der Wodka es geschafft hatte, Besitz von mir zu ergreifen. Ich war jetzt zu 100 % ausgeliefert und kam mir vor wie 007 in nordkoreanischer Gefangenschaft als man Ihn mit Drogen vollpumpte um an geheime Information zu gelangen. Wir haben uns dann (ca. 24:00 Uhr) in Richtung FAKOBA-Zelt verschoben, nochmals mit Freunden angestossen, danach fehlte jede Spur von mir……….

 

Der folgender Abschnitt ist eine unvollständige Rekonstruktion aus sehr vielen Puzzle-Teilen.

…..bin dann von Bassersdorf nach Kloten geflogen (habe dabei sicherlich den ganzen Runway in Anspruch genommen)…Bis heute habe ich keine Ahnung, welchen Weg, Fluss, Bahngeleise ich bevorzugte und wie lange die Reise dauerte….Habe mir aber dabei den Fuss verknackst. Stunden später bin ich dann im Wohnzimmer auf dem Sofa erwacht.

An dieser Stelle möchte ich mich ganz herzlich bei Anna, Darki und Russkiy Toy für die Gastfreundschaft und lustigen Abend bedanken ! !

Auch möchte ich mich bei Ja-Man Gaston und Flugbegleiterin Astrid für die tolle Einführung in die „10 Gebot des Wodka-trinken“ bedanken.

Teamkollege Ramon (Riemä), Oldboys


Neue Erkenntnisse aus Bülach

Am letzten Samstag stand einer unserer OBOS Saison Höhepunkte auf dem Programm, das Veteranen Turnier in Bülach. Und dabei fiel mir erstmals etwas auf, dass ich bisher noch gar nie bemerkt hatte und für mich eigentlich sehr motivierend ist. Und zwar hängt das mit der Tatsache zusammen, dass ich erstmals mit Bruno Erni, der mit Bäretswil am Turnier teilnahm, in der Garderobe war. Ok, im letzten Jahrhundert, als wir auf den Rampen des Schluefwegs die Mannschaft von Kloten zu den Meistertiteln schrien, wäre dies noch ein Grund gewesen, sofort um ein Autogramm zu bitten. Aber heute? Nein danke. Denn mir fiel auf, dass er (und auch viele andere Spieler dieses Turniers) dick geworden ist und nicht mehr sehr viel von einem Spitzensportler an sich hat. All die Ernis, Schlagenhaufs etc. sind einiges langsamer geworden (auch wenn sie für mich immer noch zu schnell sind), Luft haben sie auch nicht mehr viel nach 2, 3 Einsätzen etc. Ihre Pässe sind zwar immer noch schärfer als meine Schüsse je sein werden und auch das Auge für den öffnenden Pass haben sie, was auch bei mir der Fall ist, allerdings kommen ihre Pässe jeweils bei einem Mitspieler an. Aber Angst machen die nicht mehr, denn sie sind alt geworden. Das ist richtig Balsam für meine Seele gewesen und wenn die so weiter machen, sind die bald einmal schlechter wie ich. Denn ich kann viel weniger an Fähigkeiten verlieren als die es noch können. Und somit wird sich das irgendwann mal angleichen. Ok, ich gebe zu dass es Ausnahmen gibt, wie einen Manuele Celio, der immer noch sehr schnell ist. Aber da muss es wohl mit seiner Kindheit zusammen hängen, denn in der Leventina lernt man sicher schon als kleiner Junge möglichst schnell aus diesem Tal rauszukommen.

Was das Turnier angeht so haben wir unsere Ziele sicher übertroffen. Ich für mich wollte wie auch schon die letzten Jahre einen Käse gewinnen, was auch gelang, da wir wiederum gegen Chateau D’Oex spielten. Aber dieses Jahr gewannen wir das Turnier sogar! Echt, ist kein Scherz. Es gab nämlich eine Fairplaywertung, welche wir souverän gewannen! Ein anderes Ziel, ein Rang unter den ersten 10, verpassten wir hingegen mit dem 10. Rang äusserst knapp. Das die anderen Mannschaften tatsächlich nicht mehr so übermächtig sind, zeigt die Tatsache auf, dass die Resultate der letzten beiden Turnierspiele zusammengezählt in etwa ein normales OBOS Endresultat der abgelaufenen Saison erreichten. Und dort spielen wir ja bekanntlich gegen Plauschmannschaften. Ein weiteres Indiz dafür ist die Tatsache, dass wir uns im ersten Spiel wesentlich besser verkauften als letztes Jahr (0:3 gegen 1:7). Die höchste Niederlage erkämpfte sich zudem Basel und nicht wir. Und wer weiss wie schwer wir uns normalerweise gegen Basel tun, kann diese Tatsache nicht hoch genug einschätzen. All dies sind sehr ermutigende Tatsachen und ich freue mich bereits auf das nächste Turnier gegen diese alten Säcke.

Darki

Soft Ice on Hard Ice für die OBOS

Manchmal gibt es schon Zufälle im Leben. Da hatten wir doch vor einiger Zeit mal ein Spiel in Schaffhausen (das um 07.30 am Samstag Morgen) und da dort beim Gegner jemand aus einer anderen Mannschaft dabei war, kamen wir am letzten Samstag unverhofft in den Genuss eines weiteren Spieles um 07.30 an einem Samstag Morgen in Schaffhausen gegen die Soft Ice Mannschaft (die heisst tatsächlich so). Und in der Vorbereitung auf dieses Spiel kommt grad der nächste Zufall ins Spiel. Da merkt nämlich einer unserer Spieler 2 Tage vor dem Spiel zufällig, dass er ja am Wochenende in die Ferien fahren muss. Man stelle sich vor, er hätte nicht zufällig daran gedacht und es erst in der Garderobe gemerkt (vermutlich auch zufällig) und hätte dann direkt aus der Garderobe den Transfer ins andere Domizil so richtig nach NHL Manier machen müssen. Das hätte sicher wieder Probleme mit sauberer Unterwäsche etc. gegeben.

Da aber Zufälle ja zum Leben gehören, konnten wir ganz geplant mit einem riesen Aufgebot von 6 Feldspielern, welches vom Gegner noch grosszügig auf 7 aufgestockt wurde zu besagtem Spiel gegen unsere 7 Gegenspieler antreten. Zufällig hatten die bei sich am Vorabend Fasnacht, was die Anzahl der Spieler wieder relativiert denn diese merkten vermutlich irgendwann in der Nacht dass sie zufällig am nächsten Morgen nicht spielen können, da der letzte Servelat noch etwas schwer auflag.

Es entwickelte sich trotzdem ein munteres Spielchen gegen eine wirklich nette Mannschaft. Ich habe noch selten soviel gelacht während eines Spieles. Da gab es z.B. einen, der lachte immer wenn er wieder mal an mir vorbei fuhr. Echt. Er hat sich auch bei fast jedem Tor, das er erzielte bei unserem Goalie entschuldigt. Ein richtiger Gentleman. Und sogar das Bier war von der anderen Mannschaft gesponsort. Und da wir ja keinen Tee hatten waren wir echt froh um eine Pausenstärkung. Dass das Stärkeverhältnis etwas einseitig verteilt war, war übrigens beabsichtigt. Denn unserer Gegner hat extra die stärksten und jüngsten Spieler aufgeboten weil er uns extrem stark eingeschätzt hat und wir haben absichtlich nicht alle starken Spieler mitgenommen. Spass gemacht hat es aber auch hier wieder und der allgemeine Tenor war, dass wir wieder mal gegen diese Mannschaft spielen sollten.

Darki

 

OBOS, oder die Konkurrenz der Wiener Sängerknaben

Vor ein paar Tagen hatten wir ja schon mal das Vergnügen gegen die Wyland Hoppers zu spielen und sie bei der Gelegenheit nach Strich und Faden auseinander zu nehmen. Somit wussten wir, dass dieses Spiel so gut wie gelaufen war vor dem ersten Pully, auch wenn die Hüpfer heute mit einer vollen Mannschaft kamen. Es entwickelte sich ein munteres Spielchen, bei welchem wir versuchten, den Gegner möglichst gut aussehen zu lassen. Es gab einige unter uns, die es allerdings etwas übertrieben. Denn wenn mal innert ein paar Minuten 3, 4 hochprozentige Chancen so vergeben wie wir, fällt es irgendwann halt jedem auf.

Wie einige unserer Spieler richtig festhielten, war eine klare Steigerung zum letzten Spiel erkenntlich. Wir hatten viel mehr Torchancen (allerdings auch gleich viele Tore), viel mehr Strafminuten, waren viel besser organisiert und vor allem zeigten wir auch ganz spontan eine andere unserer Tugenden. Wie der zufällig anwesende Gerald Wirth mir nach dem Spiel ganz bleich beichtete, fürchtet er um zukünftige Engagements seiner Wiener Sängerknaben, da wir mit unseren tiefen, lauten Stimmen von der Spielerbank locker bis zur Strafbank zu hören waren. Nachdem ich ihn etwas beruhigt hatte, konnten wir uns soweit einigen, dass er uns einmal 2, 3 Stunden gibt, damit dass ganze etwas harmonisch abgestimmt werden kann. Im Gegenzug werden wir als fünfter Chor auftreten. So quasi polysportiv. Also ich für meinen Teil würde allerdings lieber zu Antti gehen um noch etwas Training im Tore schiessen zu geniessen, da ich Hockey spielen als befriedigender anschaue als das singen.

Ach ja. Das Spiel mit unserer taktischen Marschroute ging fast auf. Bis 2 Minuten vor Schluss die Hoppers noch das Siegtor schossen.

Darki

 

OBOS verpassen den (Travel) Jet…..

Zuerst einmal gute Besserung Kurt. Ich weiss, ich habe Dir einen Sieg versprochen aber leider bin ich ja auch Politiker….

Dieses Spiel war wieder einmal der beste Beweis, dass Hockey nicht nur ein Laufsport ist, sondern auch, dass es ein Spiel ist, welches in der ersten Sekunde anfängt und erst mit dem Schlusspfiff fertig ist. Ich weiss, dass ist eine phänomenale und bahnbrechende Entdeckung, welche den Lauf der Weltgeschichte sicher beeinflussen wird. Aber es ist trotzdem unfair, dass uns der Gegner nicht schon vor dem Spiel dies mitteilt, damit wir uns auch taktisch drauf einstellen konnen in der Spielvorbereitung. So hatten wir zu kämpfen mit den aufsässigen Gegnern, welche uns schon im eigenen Drittel so unter Druck setzten, dass wir uns oft nur mit einem gekonnten Pass in den eigenen Slot behelfen konnten. Einmal kam so ein Pass sogar bei einem eigenen Spieler an. Da der Gegner nur mit 8 Spielern da war bemerkten einige unserer Mannschaft richtigerweise, dass denen bald der Schnauf ausgehen würde bei dem Tempo, da wir ja fast mit 3 kompletten Blocken spielen konnten. Und so versuchten wir uns in die wohlverdiente Pause zu retten, was auch gelang, da schliesslich alles mal zu Ende geht.

In dieser Pause konnte ich dann die taktischen Anweisungen, welche ich vom abwesenden Taktikteam vor dem Spiel per Email erhalten hatte an unsere Mannschaft durchgeben und wissend, dass die Jets nun bald ohne Kerosin ein Grounding haben würden machten wir uns frohgemut auf, die zweite Spielhälfte in Angriff zu nehmen. Und siehe da, der Spielaufbau klappte sofort besser (es war ein Punkt welcher im Email erwähnt war) und manchmal sah es sogar richtig nach Hockeyangriff aus. Und da der Gegner tatsächlich konditionell stark abbaute, nur noch im Kopf schneller war als ich und vor lauter Müdigkeit sich nur noch aufs Tore schiessen verlegen konnte, wurde es noch ein richtig gemütlicher Abend. Und endlich weiss auch ich, wie eine konditionell stark abbauende Mannschaft spielt. Ich spürte es nämlich am eigenen Leib

Darki

 

Historisches aus Leysin

Am letzten Wochenende war es wieder mal soweit: die OBOS fielen in Leysin ein. Es war wie jedes Jahr lustig und mit viel Schwerstarbeit verbunden. Das fing schon bei der Auswahl der verschiedenen Fonduesorten an, setzte sich fort mit der Wahl zwischen Weiss- und Rotwein (den musste ich mit Anna alleine trinken, da ich ja von meinem üblichen Mittrinker dieses Jahr im Stich gelassen worden bin) und endete damit, dass wir zuerst der Serviertochter gut zureden mussten, damit wir auch vernünftig bestellen konnten. Beim konzentrierten Fruchtsaft herrschte dann aber wieder Einigkeit. Somit wäre also alles gut gewesen. Wenn nicht noch das Hockey spielen am Samstag auf dem Programm gestanden hätte. Irgendwie ist es ja wie bei den olympischen Spielen wenn man im Voraus weiss welche Medaille man gewinnt. Und da wir ja fast sicher waren dass wir wieder einen Raclette Käse gewinnen würden hätten wir uns ja auch einen schönen Tag auf dem Gipfel machen und am Teamabend noch kurz diesen Käse abholen gehen können. Aber wir sind ja nicht so.

Am Spieltag selber ereignete sich historisches, auch wenn mir dies von einer gewissen Person (die welche normalerweise mit mir Rotwein trinkt) nicht glaubt. So war gleich im ersten Spiel mit Bäretswil einer der Turnierfavoriten an der Reihe. Bis ein paar Sekunden vor Schluss führten wir 2:1. Dann gab es eine sehr umstrittene Situation vor unserem Tor und nach minutenlangem Videostudium entschieden die Schiedsrichter doch tatsächlich dass der Puck hinter unserer Linie gelegen haben soll. Und da ich genau vor dem Tor stand kann ich hoch und heilig sagen: er war nicht drin. Aber was solls. Wir hatten sicher mehr Freude an unserem gewonnen Punkt als der Gegner am verlorenen. Gegen Rot-Blau und Bern 96 sparten wir anschliessend etwas Kräfte für den nächsten Coup. Der war gegen Lyss mit den Ex Schiris Kunz und Stalder fällig. Dieses Spiel gewannen wir diskussionslos und klar mit 1:0. Somit war alles bereit für den Showdown gegen die „Altzeiter“ aus Basel. Und eigentlich war auch hier die Sache so klar, dass mir nette Mitspieler schon die Schlagzeile für diesen Artikel diktierten. Nur, ich hab es in einem anderen Artikel schon bedauert, ist es heute leider nicht mehr wie früher und die Gegner machen einfach nicht mehr mit. So musste ich mir halt am Schluss einen neuen Titel aus den Fingern saugen. Aber unser Ziel, einen Käse zu gewinnen, erreichten wir souverän und somit ist auch der Teamabend im nächsten Sommer bereits geritzt.

Der Abend verlief dann gleich langweilig wie immer und die Bar im Hotel wurde, wie mir überliefert wurde, bereits so gegen 5 Uhr geschlossen. Gerüchteweise aber nur, weil gewisse Getränke so langsam ausgingen.

Darki

 

Die OBOS zu Besuch im Wyland

Ok, ich geb es zu, so ganz stimmt es nicht. Wir waren nämlich in Schaffhausen gegen die Wyland Hoppers im Einsatz. Und wie ich auch schon mal erwähnt habe, geht doch nichts über ein Spiel am Samstag Morgen um 07.30. Das Eis ist noch quasi jungfräulich und das passt uns natürlich, kommt es doch unser Spielart sehr entgegen (Im Duden unter „Filigranhockey“ zu finden). Dies bekam unser bedauernswerter Gegner bald zu spüren und wir legten Goal um Goal vor. Oder um in der Weinsprache zu bleiben. Wir schenkten denen einen nach dem anderen ein bis es ihnen schwindlig wurde. Sogar unsere Strategieabteilung musste lange suchen um in der Pause was zu finden, dass wir verbessern konnten. Wir wurden doch tatsächlich dazu ermuntert eine neue taktische Variante auszuprobieren. Selbstverständlich wurde sie uns lang und breit auf unserer High-Tech Strategietafel erklärt. Und siehe da: wir haben sie tatsächlich einmal in der zweiten Hälfte ausprobiert. Wie sie genau ging weiss ich aber nicht mehr. Sie war mir etwas zu kompliziert. Aber ich bin ja auch Verteidiger und die müssen sich ja nicht um offensive Spielzüge kümmern. Der einzige, der vermutlich nicht ganz so zufrieden war in unserer Mannschaft nach dem Spiel war unser Goalie. Er hatte kalte Füsse.

Darki